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Welche Rollout-Strategien gibt es? Überblick & Vergleich

Eine Rollout-Strategie beschreibt die Logik, nach der bereits festgelegte Technologien, Geräte oder Prozesse ausgerollt werden. Sie legt fest, ob die Einführung gleichzeitig oder schrittweise erfolgt. Zudem gibt die Strategie die grundlegenden Prinzipien für Gruppierung, Umfang, Reihenfolge und zeitlichen Takt vor. Die konkrete Ausarbeitung erfolgt im Rollout-Plan.

Die Auswahl der passenden Strategie hängt von den spezifischen Projektanforderungen ab – etwa von der gewünschten Geschwindigkeit, der Risikotoleranz, den verfügbaren Ressourcen oder dem Wunsch nach einer möglichst steuerbaren Umsetzung. Je nach Gewichtung erfolgt die Einführung beispielsweise gleichzeitig als Big-Bang-Rollout oder schrittweise als Phased Rollout (schrittweiser Rollout). Bei einer schrittweisen Ausrollung können die Rollout-Einheiten beispielsweise nach Regionen oder Standorten gruppiert und auf Abschnitte mit festgelegtem Umfang verteilt werden. Zusätzlich werden die Reihenfolge der Abschnitte und der zeitliche Takt festgelegt.

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Rollout-Strategien, ihre Unterschiede und typischen Einsatzbereiche.

Rollout-Strategien im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt die beiden grundlegenden Rollout-Strategien sowie deren mögliche Ausgestaltung und Ergänzung. Der Big-Bang-Rollout und der Phased Rollout bestimmen, ob gleichzeitig oder schrittweise ausgerollt wird. Der Wellen-Rollout ist eine Form des Phased Rollouts, während Pilotierung und Parallelbetrieb die gewählte Strategie ergänzen können.

Rollout-StrategieBeschreibungTypische Einsätze
Big-Bang-RolloutAlle Einheiten werden gleichzeitig ausgerolltÜberschaubare oder zeitkritische Rollouts
Phased RolloutEinheiten werden schrittweise ausgerolltKomplexe System-, Standort- und Geräte-Rollouts
Wellen-RolloutAusrollung nach Gruppen und ZeiträumenFilial-Rollouts, internationale Rollouts
Pilot-RolloutTest in einem begrenzten BereichNeue oder risikoreiche Lösungen
Parallel-RolloutAlte und neue Lösung laufen parallelKritische IT- oder Finanzsysteme

Welche Rollout-Strategie passt zu Ihrem Projekt?

Welche Rollout-Strategie geeignet ist, hängt vor allem vom Umfang und von der Komplexität der Ausrollung, der gewünschten Geschwindigkeit, den vertretbaren Risiken, den verfügbaren Ressourcen und den betrieblichen Anforderungen ab.

Die zwei grundlegenden Rollout-Strategien

Die erste Entscheidung lautet, ob alle Rollout-Einheiten gleichzeitig oder schrittweise ausgerollt werden.

Big-Bang-Rollout
Beim Big-Bang-Rollout werden alle Rollout-Einheiten zu einem gemeinsamen Zeitpunkt ausgerollt. Diese Strategie bietet sich an, wenn eine schnelle und einheitliche Einführung im Vordergrund steht, ausreichend Ressourcen verfügbar und die damit verbundenen Risiken beherrschbar sind.

Phased Rollout (schrittweiser Rollout)
Beim Phased Rollout werden die Rollout-Einheiten schrittweise ausgerollt. Diese Strategie eignet sich für umfangreiche oder komplexe Projekte, bei denen Risiken begrenzt, Ressourcen zeitlich verteilt und die Umsetzung in überschaubaren Abschnitten organisiert werden soll.

Ausgestaltung des Phased Rollouts

Bei einem Phased Rollout wird zusätzlich festgelegt, wie die Rollout-Einheiten gruppiert, aufgeteilt und zeitlich eingeplant werden.

Wellen-Rollout
Beim Wellen-Rollout wird die Ausrollung in mehrere aufeinanderfolgende Wellen gegliedert. Für jede Welle wird festgelegt, welche und wie viele Rollout-Einheiten sie umfasst und in welchem Zeitraum sie umgesetzt wird. Die Einheiten können beispielsweise nach Regionen, Standorten oder Abteilungen gruppiert werden. Eine Tranche bezeichnet einen festgelegten Teilumfang. Dieser kann den Inhalt einer Welle bilden.

Ergänzende Vorgehensweisen

Pilotierung und Parallelbetrieb bestimmen nicht, ob gleichzeitig oder schrittweise ausgerollt wird. Sie dienen dazu, den geplanten Ablauf vorab zu testen oder den laufenden Betrieb während der Umstellung zusätzlich abzusichern.

Pilot-Rollout
Beim Pilot-Rollout wird der geplante Ablauf zunächst in einem begrenzten und repräsentativen Bereich unter realen Bedingungen getestet. Anschließend kann die breite Ausrollung gleichzeitig oder schrittweise erfolgen.

Parallel-Rollout
Beim Parallel-Rollout werden die bestehende und die neue Lösung vorübergehend parallel betrieben. Dieses Verfahren kann eine gleichzeitige oder schrittweise Ausrollung begleiten, wenn der laufende Betrieb besonders abgesichert werden muss.

Praktische Entscheidungshilfe für die Ausrollung

Unabhängig von den Fachbegriffen lässt sich die Umsetzung anhand der folgenden Entscheidungen planen:

1. Gleichzeitig oder schrittweise ausrollen?
Entscheiden Sie zuerst, ob alle Rollout-Einheiten zu einem gemeinsamen Zeitpunkt oder nacheinander ausgerollt werden sollen. Eine gleichzeitige Umsetzung ermöglicht eine schnelle und einheitliche Einführung, erfordert jedoch ausreichend Ressourcen und beherrschbare Risiken. Eine schrittweise Umsetzung teilt den Rollout in kleinere, besser steuerbare Abschnitte.

Beispiel: Bei einem Laptop-Rollout können alle Arbeitsplätze an einem Wochenende oder nacheinander Standort für Standort ausgestattet werden.

2. Rollout-Einheiten sinnvoll gruppieren
Bei einer schrittweisen Ausrollung wird festgelegt, welche Einheiten zusammen umgesetzt werden. Die Gruppierung kann beispielsweise nach Regionen, Standorten, Abteilungen, Gerätetypen oder technischen Voraussetzungen erfolgen.

Beispiel: Die Filialen in München bilden eine Gruppe, die in Stuttgart eine weitere.

3. Umfang der einzelnen Abschnitte festlegen
Bestimmen Sie, wie viele Rollout-Einheiten in einem Abschnitt umgesetzt werden können. Berücksichtigen Sie dabei die verfügbaren Teams, technische Kapazitäten, Logistik, Support und die Möglichkeit, auftretende Probleme zeitnah zu bearbeiten.

Beispiel: Ein Abschnitt kann fünf Standorte, 200 Arbeitsplätze oder 500 Geräte umfassen.

4. Zeitlichen Takt bestimmen
Legen Sie fest, wann die einzelnen Abschnitte starten und in welchen Abständen sie aufeinanderfolgen. Planen Sie bei Bedarf ausreichend Zeit für Auswertungen, Anpassungen und Nacharbeiten ein.

Beispiel: Jede Kalenderwoche startet ein neuer Abschnitt oder es werden pro Woche 200 Geräte ausgerollt.

5. Testlauf einplanen
Prüfen Sie, ob der geplante Ablauf vor der breiten Ausrollung in einem begrenzten und repräsentativen Bereich getestet werden sollte. Legen Sie außerdem fest, welche Ergebnisse erreicht sein müssen, bevor die weitere Umsetzung beginnt.

Beispiel: Der Ablauf wird zunächst an einem mittelgroßen Standort mit typischen technischen und organisatorischen Bedingungen getestet.

6. Übergang absichern
Klären Sie, ob die bestehende und die neue Lösung zeitweise parallel betrieben werden müssen. Dies kann bei kritischen Systemen oder Prozessen sinnvoll sein, verursacht jedoch zusätzlichen Aufwand und sollte zeitlich klar begrenzt werden.

Beispiel: Altes und neues Abrechnungssystem laufen eine Zeitlang parallel und die Ergebnisse werden für einen festgelegten Zeitraum miteinander verglichen.

Vereinfachtes Beispiel für eine ausformulierte Rollout-Strategie

Die Ausrollung der neuen Laptops und Monitore erfolgt schrittweise in wöchentlichen Wellen. Als Rollout-Einheit gilt jeder einzelne Arbeitsplatz. Die Arbeitsplätze werden zunächst nach Städten und innerhalb der Städte nach Filialen gruppiert.

Jede Welle umfasst alle vorgesehenen Arbeitsplätze einer Stadt. In Welle 1 werden in Kalenderwoche 40 alle 200 Arbeitsplätze der Stuttgarter Filialen mit einem neuen Laptop und Monitor ausgestattet. Nach Abschluss und Abnahme dieser Welle werden offene Punkte ausgewertet. Anschließend folgt in Kalenderwoche 41 die nächste Stadt. Die Größe und Reihenfolge der Wellen richtet sich nach den verfügbaren Technik-, Logistik- und Supportkapazitäten.

  • Auszurollende Geräte: Neue Laptops und Monitore
  • Rollout-Einheit: Jeder einzelne Arbeitsplatz
  • Vorgehen: Schrittweise Ausrollung in wöchentlichen Wellen
  • Gruppierung: Zunächst nach Städten, innerhalb der Städte nach Filialen
  • Umfang einer Welle: Alle vorgesehenen Arbeitsplätze einer Stadt
  • Welle 1: Ausstattung aller 200 Arbeitsplätze der Stuttgarter Filialen in Kalenderwoche 40
  • Auswertung: Abnahme der abgeschlossenen Welle und Prüfung offener Punkte
  • Nächste Welle: Ausrollung in der nächsten Stadt in Kalenderwoche 41
  • Planungsgrundlage: Größe und Reihenfolge der Wellen richten sich nach den verfügbaren Technik-, Logistik- und Supportkapazitäten

Big-Bang-Rollout

Kurzbeschreibung

Beim Big-Bang-Rollout werden alle vorgesehenen Rollout-Einheiten zu einem gemeinsamen Zeitpunkt ausgerollt. Die Einführung erfolgt damit gleichzeitig an allen betroffenen Standorten, Arbeitsplätzen oder bei allen vorgesehenen Nutzern.

Wann sinnvoll?

  • Wenn eine schnelle und einheitliche Einführung erforderlich ist
  • Bei einem überschaubaren Umfang und einer geringen Anzahl an Abhängigkeiten
  • Wenn der geplante Ablauf vollständig vorbereitet und getestet wurde
  • Wenn ausreichend Personal, Technik und Support für den gemeinsamen Umstellungstermin verfügbar sind

Vorteile

  • Kurze Dauer der eigentlichen Ausrollung
  • Einheitlicher Umstellungszeitpunkt für alle Beteiligten
  • Kein längerfristiges Nebeneinander unterschiedlicher Umsetzungsstände

Nachteile

  • Fehler oder Störungen betreffen unmittelbar viele Rollout-Einheiten
  • Erkenntnisse können nicht vor der breiten Ausrollung berücksichtigt werden (ein vorgeschalteter Pilot kann dieses Risiko verringern)
  • Hoher Personal-, Koordinations- und Supportbedarf zum Umstellungstermin
  • Nachträgliche Korrekturen können nur mit hohem Aufwand umgesetzt werden

Typischer Ablauf (vereinfacht)

  • Vollständige Vorbereitung aller Rollout-Einheiten
  • Abschließende Prüfung und Freigabe der Ausrollung
  • Information und Schulung aller Beteiligten
  • Gleichzeitige Ausrollung zum festgelegten Termin
  • Engmaschige Überwachung, schnelle Fehlerbehebung und Stabilisierung
  • Abnahme und Abschluss der Ausrollung

Phased Rollout (schrittweiser Rollout)

Kurzbeschreibung

Beim Phased Rollout werden die Rollout-Einheiten schrittweise ausgerollt. Dafür werden sie in festgelegte Gruppen oder Ausrollungsabschnitte eingeteilt und nacheinander umgesetzt.

Wann sinnvoll?

  • Bei umfangreichen oder komplexen Rollouts mit vielen Rollout-Einheiten
  • Wenn die Auswirkungen möglicher Probleme begrenzt werden sollen
  • Wenn Personal, Technik oder Support nicht gleichzeitig für alle Einheiten verfügbar sind
  • Wenn Erkenntnisse aus frühen Ausrollungsabschnitten berücksichtigt werden sollen

Vorteile

  • Probleme betreffen zunächst nur einen begrenzten Teil der Rollout-Einheiten
  • Erfahrungen können für die nachfolgenden Ausrollungsabschnitte genutzt werden
  • Ressourcen lassen sich über einen längeren Zeitraum verteilen
  • Anpassungen sind während der laufenden Ausrollung möglich

Nachteile

  • Längere Gesamtdauer bis zur vollständigen Ausrollung
  • Höherer Planungs- und Koordinationsaufwand
  • Unterschiedliche Umsetzungsstände müssen parallel gesteuert werden
  • Abhängigkeiten zwischen bereits umgesetzten und noch offenen Bereichen können entstehen

Typischer Ablauf (vereinfacht)

  • Gruppierung und Reihenfolge der Rollout-Einheiten festlegen
  • Umfang und zeitlichen Takt der einzelnen Abschnitte bestimmen
  • Ersten Ausrollungsabschnitt vorbereiten und umsetzen
  • Ergebnisse auswerten und offene Punkte bearbeiten
  • Nachfolgende Abschnitte freigeben und nacheinander umsetzen
  • Ausrollung nach Umsetzung aller vorgesehenen Einheiten abschließen

Wellen-Rollout

Kurzbeschreibung

Der Wellen-Rollout ist eine konkrete Form des Phased Rollouts. Die Rollout-Einheiten werden auf mehrere geplante Wellen verteilt. Für jede Welle wird festgelegt, welche und wie viele Einheiten sie umfasst und in welchem Zeitraum sie ausgerollt wird. Ein festgelegter Teilumfang kann dabei auch als Tranche bezeichnet werden.

Wann sinnvoll?

  • Bei einer großen Anzahl an Standorten, Arbeitsplätzen, Nutzern oder Geräten
  • Wenn die Rollout-Einheiten nach Regionen, Standorten oder Abteilungen gegliedert werden können
  • Wenn nur begrenzte Technik-, Logistik- oder Supportkapazitäten verfügbar sind
  • Wenn die Ausrollung in wiederholbaren und planbaren Abschnitten erfolgen soll

Vorteile

  • Gute Planbarkeit von Terminen, Personal und Kapazitäten
  • Überschaubarer Umfang innerhalb jeder Welle
  • Erkenntnisse aus abgeschlossenen Wellen können berücksichtigt werden
  • Ressourcen lassen sich gezielt auf die jeweilige Welle konzentrieren

Nachteile

  • Zusätzlicher Abstimmungsbedarf zwischen den Wellen
  • Längere Gesamtdauer bis zur vollständigen Ausrollung
  • Unterschiedliche Umsetzungsstände innerhalb der Organisation
  • Verzögerungen einer Welle können nachfolgende Wellen beeinflussen

Typischer Ablauf (vereinfacht)

  • Rollout-Einheiten nach geeigneten Kriterien gruppieren
  • Umfang und Reihenfolge der Wellen festlegen
  • Zeitlichen Takt und verfügbare Kapazitäten berücksichtigen
  • Erste Welle vorbereiten und ausrollen
  • Ergebnisse prüfen, offene Punkte bearbeiten und nächste Welle freigeben
  • Weitere Wellen bis zur vollständigen Ausrollung umsetzen

Pilot-Rollout

Kurzbeschreibung

Der Pilot-Rollout ist keine eigenständige Grundstrategie, sondern ein vorgeschalteter Test. Dabei wird der geplante Rollout-Ablauf zunächst in einem begrenzten und repräsentativen Bereich unter realen Bedingungen durchgeführt. Anschließend kann die breite Ausrollung gleichzeitig oder schrittweise erfolgen.

Wann sinnvoll?

  • Wenn der geplante Ablauf noch nicht unter realen Bedingungen erprobt wurde
  • Bei komplexen oder risikoreichen Rollouts
  • Wenn unterschiedliche Standortbedingungen berücksichtigt werden müssen
  • Wenn Prozesse, Tools, Schulungen und Support vorab geprüft werden sollen

Vorteile

  • Schwachstellen im geplanten Ablauf werden frühzeitig sichtbar
  • Probleme betreffen zunächst nur einen begrenzten Bereich
  • Prozesse, Checklisten und Verantwortlichkeiten können optimiert werden
  • Erkenntnisse lassen sich vor der breiten Ausrollung berücksichtigen

Nachteile

  • Zusätzlicher Zeit- und Ressourcenbedarf vor der breiten Ausrollung
  • Der Pilot bildet möglicherweise nicht alle späteren Bedingungen ab
  • Ein besonders intensiv betreuter Pilot kann zu unrealistisch guten Ergebnissen führen
  • Änderungen nach dem Pilot können eine erneute Prüfung erforderlich machen

Typischer Ablauf (vereinfacht)

  • Repräsentativen Pilotbereich und Bewertungskriterien festlegen
  • Pilotbereich vollständig vorbereiten
  • Geplanten Rollout-Ablauf unter realen Bedingungen durchführen
  • Ergebnisse, Probleme und Rückmeldungen auswerten
  • Planung und Prozesse bei Bedarf anpassen
  • Entscheidung über die Freigabe der breiten Ausrollung treffen

Parallel-Rollout

Kurzbeschreibung

Der Parallel-Rollout beschreibt keine eigene Ausrollungsreihenfolge, sondern ein Verfahren zur Absicherung der Umstellung. Beim Parallelbetrieb werden die bestehende und die neue Lösung für einen festgelegten Zeitraum aktiv nebeneinander betrieben. Dies kann sowohl eine gleichzeitige als auch eine schrittweise Ausrollung begleiten.

Wann sinnvoll?

  • Bei kritischen Systemen oder Prozessen
  • Wenn ein Ausfall erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb hätte
  • Wenn Ergebnisse oder Daten der alten und neuen Lösung verglichen werden müssen
  • Wenn ein vorübergehender Rückgriff auf die bestehende Lösung möglich bleiben soll

Vorteile

  • Die bestehende Lösung bleibt während der Übergangszeit verfügbar
  • Ergebnisse und Daten beider Lösungen können verglichen werden
  • Probleme mit der neuen Lösung lassen sich bei laufendem Betrieb bearbeiten
  • Der Übergang kann kontrolliert und schrittweise abgesichert werden

Nachteile

  • Hoher technischer und organisatorischer Aufwand
  • Zusätzliche Kosten durch den zeitweisen Doppelbetrieb
  • Mögliche doppelte Datenerfassung und erhöhte Fehlergefahr
  • Klare Zuständigkeiten und ein verbindlicher Abschalttermin sind erforderlich

Typischer Ablauf (vereinfacht)

  • Umfang, Dauer und Regeln des Parallelbetriebs festlegen
  • Neue Lösung vorbereiten und erforderliche Daten bereitstellen
  • Bestehende und neue Lösung gleichzeitig betreiben
  • Funktionen, Daten und Ergebnisse miteinander vergleichen
  • Fehler beheben und neue Lösung stabilisieren
  • Neue Lösung abnehmen und bestehende Lösung kontrolliert abschalten

Rollout-Strategie und STAK-Modell: der Unterschied

Eine Rollout-Strategie legt fest, nach welcher Logik die eigentliche Ausrollung organisiert wird – beispielsweise gleichzeitig, schrittweise oder in Wellen. Das STAK-Modell ist dagegen das praxisbasierte Phasenmodell von Rollout Solutions für komplexe Rollout-Projekte. Es strukturiert den gesamten Projektverlauf von der Planung bis zum Abschluss. Die Rollout-Strategie wird innerhalb dieses Rahmens geplant und während der Ausführung angewendet.

Einen vollständigen Überblick bietet die Seite Die Rollout-Phasen des STAK-Modells.

 

Häufige Fragen

Beim Big-Bang-Rollout werden alle Rollout-Einheiten zu einem gemeinsamen Zeitpunkt ausgerollt. Beim Phased Rollout erfolgt die Ausrollung dagegen schrittweise in mehreren Abschnitten. Big Bang ermöglicht eine schnelle und einheitliche Umstellung, während Phased Rollouts eine bessere Steuerung und Risikobegrenzung ermöglichen.

Der Pilot-Rollout ist ein vorgeschalteter Test in einem begrenzten und repräsentativen Bereich. Der Phased Rollout bezeichnet dagegen die schrittweise Ausrollung auf alle vorgesehenen Rollout-Einheiten. Ein Pilot kann sowohl einem Phased Rollout als auch einem Big-Bang-Rollout vorausgehen.

Eine Welle ist ein zeitlich geplanter Abschnitt, in dem eine festgelegte Gruppe von Rollout-Einheiten umgesetzt wird. Eine Tranche bezeichnet vor allem den festgelegten Teilumfang oder die Menge innerhalb der Ausrollung. In der Praxis werden beide Begriffe häufig ähnlich oder gleichbedeutend verwendet.

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